Wir starten die Tour im Uhrzeigersinn entlang des Rheins in Richtung Lorch und genießen bereits die ersten Kilometer des „Welterbe Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal“, das sich insgesamt über 67 Kilometer bis nach Koblenz erstreckt. Ab Lorch können wir entweder der Rheinromantik folgen oder den Kurvenritt über Ransel antreten und nach vielen Windungen, hinter der Loreley, bei St. Goarshausen, wieder auf Vater Rhein treffen. Vorbei an der Marksburg wird in Braubach der Blinker in Richtung Bad Ems gesetzt. Dort lädt die Lahn zum Entlangtuckern ein, bevor es in Nassau so richtig nach oben geht. Schließlich wird Montabaur erreicht. In der Regel haben Motorradtourer hier allerdings ein anderes Ziel – das heißt „Wirzenborner Liss“. Hier gibt es leckeren Kuchen und wunderbare Motorrad-Oldies, die im angeschlossenen Motorrad-Museum Montabaur auf begeisterte Besucher warten. Nachdem die Kaloriendepots aufgefüllt sind, warten rund 20 Kilometer Westerwälder Kurven bis der Gelbach uns wieder zur Lahn entlässt. Von der Lahn bis hinunter zum Wispertal durchschneidet die Route den Heinrich, eine Landschaft im nordwestlichen Taunus. Mit dem letzten Abschnitt der Route, durchs Wispertal und über Presberg, wieder zurück nach Rüdesheim packt die windungsreiche Tour die verbliebenen Trümpfe aus und begeistert erneut mit Kurven und grandiosen Aussichten. Mit einem Stopp am Niederwalddenkmal und -tempel liefert die Tagestour auch noch ein kulturelles Highlight.

Diese Route durch den Westerwald bietet sich für Frühaufsteher an, denn die Kombination mit TOUR 1 stellt schon einen ordentlichen Tagesritt dar. Über die Hügel des zu drei Bundesländern gehörenden Mittelgebirges pfeift zwar angeblich der Wind so kalt, was aber bei den heißen Strecken kaum ins Gewicht fällt. So geht es zunächst über den Vorderwesterwald und durch das Tal der Wied zum Motorradmuseum nach Steinebach, das so manchen Oldietraum bereithält. Attraktive Motorradstrecken verbinden nun Westerwaldhighlights wie die Brauereistadt Hachenburg, den Krombachstausee und mit der 656 Meter hohen Fuchskaute die höchste Erhebung des Mittelgebirges. Bis nach Montabaur, das durch sein gelbes Schloss weithin sichtbar ist, geht das flotte Kurventänzchen weiter und dann wird auch schon die TOUR 1 erreicht, die die Rückfahrt nach Rüdesheim einleitet.

Vorbei am Oestricher Kran nimmt diese Route, das bekannte Kloster Eberbach passierend, kurvige Fahrt in Richtung Bad Schwalbach auf. Abseits der Hauptstraße schlängelt sich die Route auf einladenden Kleinstraßen nach Idstein, für dessen Fachwerkaltstadt unbedingt ein Stopp eingeplant werden sollte. Vom Killingerhaus, über den Hexenturm, bis zum Residenzschloss – hier klicken die Handys und Kameras.
Mit dem 880 Meter hohen Großen Feldberg im Taunus wartet der größte Bikertreff des Rhein-Main-Gebietes auf seine bikenden Gäste. Benzingespräche sind garantiert. Ab Schmitten gibt nun die romantische Weil den Kurs vor, und dieser entspricht absolut den Wünschen ambitionierter Motorradgenießer. Unabhängig vom Fahrspaß hat diese Route auch so manch touristisches Highlight vorzuweisen. Die Kubacher Kristallhöhle gehört unbedingt dazu. Und es sind die Burgen und Fachwerkperlen an der Lahn, die da Weilburg, Runkel und Limburg heißen. Alle sehenswert und mit tollen Eisdielen, Cafés und Bistros bestückt. Bei Balduinstein wird dann die Lahn verlassen und Kurs auf den Rheingau genommen. Auf der ansprechenden Piste darf auch ein kurzer Stopp mit Blick auf Burg Katzenelnbogen nicht fehlen und dann ist auch bald schon wieder der Rhein in Sicht, der die Tourer die kurze Strecke zurück nach Rüdesheim begleitet.

Diese attraktive Motorradroute führt hinüber auf die andere Rheinseite und stellt die faszinierenden Motorradwege zwischen Rhein und Mosel vor. Bei Kaub geht es auf die Fähre und wenige Minuten später werden bereits die ersten Kleinstraßen, parallel zur B9, genussvoll in Angriff genommen. Rund um St. Goar und Boppard kommt der Kurvenfan dann voll auf seine Kosten, bevor wenig später bei Brodenbach die Mosel erreicht wird. Die eingestreute Hunsrück-Passage von Burgen nach Beltheim und dann nach Treis-Karden ist vor allem den Cruisingfans ans Herz zu legen, denn der Mix aus langgezogenen Kurven und sagenhaften Ausblicken weiß zu gefallen. Schnell noch ein Eis an der Mosel – hierzu bietet sich das bekannte Cochem an, und schon geht´s wieder hinein in den Hunsrück. Und der präsentiert sich richtig brachial. Alleine der Blick auf die Karte lässt bereits erahnen, was zwischen Treis-Karden und Zell an Lenkerarbeit zu leisten ist. Eng gezirkelte Kehren und ein nicht immer optimaler Asphalt verlangen den nötigen Respekt – wer einen Alpenurlaub plant, findet hier sein Trainingsgelände. In Zell dann ein letzter Blick auf die Mosel und dann wird die Rückfahrt in Richtung Rüdesheim angetreten. Die attraktive Strecke führt dabei durch die einladende Burgstadt Kastellaun und die Fähre nach Lorch bringt die Motorradtourer wieder auf die rechte Rheinseite, von wo aus locker nach Rüdesheim ausgerollt wird.

Der Soonwald und die Nahe sind das Ziel dieser Runde, die mit der Fährfahrt nach Bingen startet. Vorbei an Burg Rheinstein wird bald danach der Blinker in Richtung Rheinböllen gesetzt und weiter geht der muntere Motorradspaß. Schnell deutet sich an, dass diese Tour so manch unbekanntes, aber nicht minder interessantes, Motorradsträßchen präsentiert. So kann z.B. der Soonwald etliche Erhebungen anbieten, die locker die 600-Meter-Marke übersteigen und dazwischen ihre lustvollen Asphaltrundungen in Szene setzen. Der folgende Bogen über Kirchberg, das mit einladender Gastronomie zum Pausenstopp animiert,  hält den Tourenspaß weiter auf ansprechendem Niveau und lenkt den Kurvenfan nach Idar-Oberstein, Deutschlands Edelsteinmetropole. Bald wird die Nahe der ständige Begleiter dieser Genusstour und mit Kirn, Bad Sobernheim und Bad Münster am Stein lädt sie den Motorradreisenden zu netten Zwischenstopps ein. Der letzte Teil der Tour windet sich genüsslich in Richtung Stromberg und führt dann nach Bingen, von wo aus die Fährfahrt zurück zum Ausgangsort Rüdesheim führt.

Diese Erweiterungsoption der TOUR 4 führt durchs Pfälzer Bergland und zur Deutschen Weinstraße. Von Ober-Moschel bis kurz vor Kaiserslautern windet sich die schöne Route außerordentlich motorradfreundlich dahin. Man darf sich hier gerne verfahren, denn die „Belohnung“ erfolgt durch ein schier unglaubliches Netz an Kleinststraßen, das zum Motorradwandern einlädt. Parallel zur A6 wird dann genüsslich in Richtung Bad Dürkheim gecruist. In Bad Dürkheim ist ein Selfie mit dem Riesenfass angesagt, bevor mit dem 687 Meter hohen Donnersberg das höchste Bergmassiv der gesamten Pfalz angesteuert wird. Windungsreich und verkehrsarm schraubt sich die Route nach Bad Kreuznach, bevor wieder der Ausgangsort Rüdesheim angesteuert wird.

 

 

 

 

 

 

 

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