BURGEN UND DENKMÄLER 

Niederwalddenkmal

Das Denkmal wurde 1877-1883 nach einem Entwurf von Johannes Schilling aus Dresden errichtet und ist Treffpunkt für Gäste aus aller Welt. Das 38 Meter hohe Denkmal symbolisiert die Wiedererrichtung des deutschen Kaiserreiches nach dem deutsch-französischen Krieg 1870-1871. Hauptfigur ist die 640 Zentner schwere Germania mit der Kaiserkrone in der erhobenen rechten und dem Reichsschwert in der linken Hand.

Niederwald-Tempel

Den Niederwald-Tempel, der bei gutem Wetter eine tolle Aussicht bietet, ließ Graf von Ostein im Jahr 1790 erbauen. Während der romantischen Epoche des 19. Jahrhunderts wurde der Tempel zum Mittelpunkt vieler Geistesgrößen ihrer Zeit. Zu den begeisterten Besuchern zählten Brentano, Beethoven und Goethe. Im November 1944 durch alliierte Bomber zerstört, konnte er nach vollständiger Rekonstruktion im Juni 2006 wieder eingeweiht werden.

Zauberhöhle

Die Zauberhöhle, um 1790 erbaut, ist ein ummauerter Gang von etwa 60 m Länge, dessen Wände ursprünglich mit glitzernden Glassteinen verziert waren. Der unbeleuchtete Gang mündet in einer Rotunde, der „Zauberhütte“. Trat man nach dem Verwirrspiel des halbdunklen Gangs in die Zauberhütte, so öffnete sich dem Besucher die Sichtschneise zum Rhein hin – wie in einer Zauberwelt der Natur. In den Wintermonaten ist die Zauberhöhle geschlossen!

Ruine Rossel

Die „Rossel“ ist eine künstliche kleine Burgruine auf der höchsten Erhebung des Niederwalds. Sie wurde 1774 durch den Grafen Ostein errichtet. Von der Rossel aus eröffnet sich ein grandioser Ausblick auf die Nahe-Mündung und das Binger Loch. Zu erreichen ist sie in knapp 20 Minuten zu Fuß ab dem Niederwalddenkmal oder in zehn Gehminuten ab dem Jagdschloss Niederwald. Für Besucher ist an besonderen Terminen geöffnet.

Brömserburg

Früher unmittelbar am Rhein gelegen, war die Brömserburg (oder auch Niederburg) ab Anfang des 10. bis Anfang des 19. Jahrhunderts in Besitz der Erzbischöfe von Mainz, die den Wehrbau im 12. Jahrhundert in eine Wohnburg umbauten. Die über zwei Meter starken Mauern setzten jedem Angriff Widerstand entgegen. Nur den südöstlichen Teil konnte der Herzog von Longueville 1640 zerstören. Die Burg war bis 1937 bewohnt und wurde 1941 von der Stadt Rüdesheim erworben.
www.broemserburg.de

Boosenburg (Oberburg)

Der romanische Bergfried liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Brömserburg. Das Bauwerk weist durch seine Formen auf eine Entstehung aus dem 9. Jahrhundert hin. Mit seinen 38 Metern überragt der Turm der Boosenburg alle anderen Gebäude der Stadt. Das gesamte Anwesen befindet sich in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich.

Burgruine Ehrenfels

Anstelle einer früheren Privatburg ließ um 1220 der Erzbischof von Mainz ein stattliches Schloss erbauen, das zur Erhebung eines einträglichen Transitzolls diente. Wegen seiner strategisch günstigen Lage war es im 30-jährigen Krieg umkämpft und wurde 1689 niedergebrannt. Die Ruine liegt idyllisch in den Weinbergen zwischen Rüdesheim und Assmannshausen.

Burg Rheinstein

Das Symbol der Rheinromantik! Die über 700 Jahre alte Anlage wurde als erste Burg in der Rheinromantik des 19. Jh. wiederaufgebaut.Burg Rheinstein ist von Rüdesheim und Assmannshausen aus gut per Schiff zu erreichen und Partner der Romantik-Tour und der Burgenfahrt Plus. Beide Touren können Sie bei der Tourist Info in Rüdesheim buchen. Auf der Burg gibt es einen Burgladen und die Gaststätte „Kleiner Weinprinz“. Bitte beachten Sie die Öffnungszeiten der Gastronomie.
www.burg-rheinstein.de

Rüdesheimer Adelshöfe

In der Oberstraße befinden sich eine Reihe schöner alter Höfe aus verschiedenen Kulturepochen: der Frankensteiner Hof, der Ritter‘sche Hof und der Bassenheimer Hof. Der unzweifelhaft schönste aller Rüdesheimer Adelshöfe in der Oberstraße ist der ab dem Jahre 1292 erbaute Brömserhof. Der Brömserhof das Museum für mechanische Musikinstrumente.

Klunkhardshof

Der Klunkhardshof ist ein monumentaler, in leichtem Knick geführter, zweigeschossiger Fachwerkbau aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die massive Rückwand ist die Wehrmauer der ältesten Ortsbefestigung. Der Hof war ehemals Besitz der angesehenen Rüdesheimer Familie Klunkhard, aus der auch ein früher Abt des Klosters Eberbach hervorgegangen ist. Heute ist dieser Hof einer der prächtigsten Bauten Alt-Rüdesheims.

Adlerturm

Der 20,5 Meter hohe spätgotische Eckturm der alten Stadtbefestigung wurde im 15. Jahrhundert erbaut und lag früher unmittelbar am Rhein. Das im Kellergeschoss liegende Verlies war nur durch eine Öffnung im Gewölbescheitel zugänglich. Im vorigen Jahrhundert befand sich im Turm das Gasthaus „Zum Adler“, von dem sich auch der Name des Turmes ableitet. Johann Wolfgang von Goethe nahm dort während seiner Rüdesheimer Aufenthalte Quartier.

Mäuseturm

Der Turm, mitten im Rhein zwischen Bingen und Rüdesheim, entstand in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts als Wachturm der Kurmainzer Zollburg Ehrenfels am rechten Rheinufer. Neben der Funktion als Signalturm am Binger Loch, war der kleine Bau markante Grenzmarke der preußischen Rheinprovinz. Bis 1974 diente der Mäuseturm als Schifffahrtssignalstation im Rhein.

Glockenspiele

Als Attraktionen sind zwei Glockenspiele jeden Tag von 9.30 bis 22 Uhr zu bewundern. Eines ertönt zu jeder vollen Stunde vom Turm des Rüdesheimer Schlosses. Holzfiguren symbolisieren die vier großen Weinjahrgänge des 20. Jahrhunderts. Das Gegenstück, mit Glocken aus Meißner Porzellan, ist in den Fenstern von Siegfrieds Mechanischem Musikkabinetts zu bestaunen und wird zu jeder halben Stunde gespielt.

Rotweinlaube Assmannshausen

Die als Filmkulisse errichtete Rotweinlaube in Assmannshausen wurde 2007 von den Assmannshäuser Bürgern an einer markanten Stelle, mitten in den Weinbergslagen, neu aufgebaut. Sie ist von Assmannshausen aus auf dem Rheinsteig in ca. 30 Wanderminuten zu erreichen. Mit traumhaft schönem Blick auf die Weinbergs-Steilhänge und in das romantische Rheintal lädt dieser Ort zum Verweilen ein.

Ruine der Hindenburgbrücke

Errichtet 1913 bis 1915 war die Hindenburgbrücke mit rund 1.000 Metern Länge die zweitlängste Brücke über den Rhein. Sie bestand aus neun Betongewölben und zwei Stahlfachbögen und wurde im März 1945 durch Soldaten der Wehrmacht gesprengt. Seit 2002 bilden die Überreste der nach dem Krieg nicht wiederaufgebauten Hindenburgbrücke den östlichsten Punkt des UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal.

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